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ON SOLID GROUND Susanne Hofer, Neue Arbeiten, / New Works 2008 K3 Project Space Opening 15th November, 7pm until late _________________________________________________________ Susanne Hofer‘s new installations are a playful intervention. By projecting onto everyday banal objects her work unfolds into a number of miraculous video works. _________________________________________________________ In den Arbeiten von 2008 lädt Susanne Hofer ihre Installationen mit visueller Spannung auf, indem sie reale Gegenstände als Projektionsfläche für Videobilder einsetzt. Sie bildet dabei Gegensatzpaare aus banalen Gegenständen, welche als Projektionsflächen dienen, und dem verführerischen Schein betörender „Lichtbilder“. Das Resultat dieser Überlagerung ist eine fragile Zauberwelt, deren Entzauberung durch einen einzigen nüchternen Blick der Betrachtenden jeden Moment möglich ist. Dennoch entstehen in der mechanischen Endlosigkeit der kurzen Videoloops kleine, verführerische Scheinwelten, welche eine entrückte, nahezu romantische Sehnsucht suggerieren. Die erhabene Schönheit als zerbrechliche Augentäuschung ist eines der zentralen Motive der erstmals im K3 Project Space zu sehenden Installationsarbeiten. Die Ansammlung von allerlei Gegenständen mittels des darauf projizierten Sonnenuntergangs wird zur Silhouette einer erträumten Metropole uminterpretiert. Erst wenn das goldene Licht der hinter dem Horizont der Stadt untergehenden Sonne gänzlich erlischt, schwindet die Illusion und statt in der vielleicht erhofften romantischen Mondnacht findet sich der ernüchterte Betrachter inmitten von allerlei Gerümpel, das im K3 Project Space, das ja auch Atelier ist, so rumsteht. Ein sonniger Nachmittag im Central Park wird in Hofers Projektion einzelner liegender, lesender und schlafender Figuren, die sie auf kristallin glitzernde Zuckerhügel projiziert, zu einem der Zeit enthobenen Paradies. Eine Komposition, die wegen der Ähnlichkeiten einzelner Figuren unweigerlich an Seurats pointilistische Badende von Asnières denken lässt: Zeitlose Schönheit in der spröden Anordnung einer Atelierkomposition, diesmal allerdings mittels Video umgesetzt. Ein Pankower Plattenbau, dessen Silhouette Hofer als Projektionsschablone mit heraus gestanzten Fenstern herrichtet, wird im eigenen Schattenbild zu einem Gebäude in Vollbrand – das evoziert aber nicht in erster Linie „Katastrophe“ sondern vielmehr den visuellen Widerspruch des scheinbar unendlich brennenden und doch nicht verbrennenden Gebäudes. Das angestrengte Bemühen um Schönheit findet sich in zwei auf Hühnereier projizierten Frauengesichtern, die - wie aus dem Ei gepellt? - Gesichtsmassage betreiben. Weibliche Schönheit als vergängliche Illusion! Dass Susanne Hofer auch immer wieder das Thema der Geschlechter aufgreift, belegt in der K3-Ausstellung die auf einem in Chicago entstandenen kleinen Video beruhende Arbeit: „Hey Rita“ ist eine spassige, wenn nicht leicht zynische präzise Skizze: Susanne Hofer, passionierte Video-Voyeurin der Geschlechterbeziehung, beobachtet das Stelldichein eines Paars auf einer Parkbank an einem stillen Kanal, dem entlang abendliche Hündeler und Jogger vorbeieilen. Der Mann, endlos am Handy telefonierend, rastlos herumtänzelnd um die Parkbank, auf der seine Partnerin gelangweilt mit den Füssen wippend auf ihn wartet – der Ton ist echter Hofer-O-Ton. Und Kommunikation wäre was ganz anderes - die Geschlechter scheinen wohl auf ewig voneinander entfremdet – macht nichts!
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