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Brandstiftung
K3 zeigt frühe Werke zeitgenössischer Schweizer Kunstschaffender.
 

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Es lässt sich in Künstlerkarrieren ein Zeitpunkt bestimmen, ab welchem das entstehende Werk ganz gezielt Öffentlichkeit beansprucht und entsprechend selbstbewusst auftritt. Werk und Name des/der in der Szene erfolgreichen Kunstschaffenden verschränken sich ab diesem Moment in einem dem Branding vergleichbaren Prozess. Das Konstrukt der Biografie spiegelt die Veränderung oft in der Zunahme der Ausstellungstätigkeit, in qualitativ höher zu bewertenden Ausstellungsorten, der einsetzenden Teilnahme am Kunsthandel, Aufträgen, Preisen, Stipendien, einer Galerievertretung, einsetzender Kunstkritik, Berichterstattung, einer Anhängerschaft etc.
Die Zeit davor gerät in Vergessenheit, oder wird von Karrierestrategen vielleicht bewusst ausgeschaltet. Jene Gruppe von Werken, die vor der eigentlichen Karriere entstand, die in vielleicht noch unbestimmter, paraphrasierender, von Vorbildern geprägten, vielleicht sogar nachahmender, oder schlicht noch etwas holpriger Weise den Weg zum ‚gültigen Werk‘ erst überhaupt ebnete, wandert zwar in den Atelierkeller, wird aber doch selten einfach entsorgt!

Worin aber bestand der erste Impetus, die erste Begeisterung, welche die Entscheidung zum Künstlersein einleitete? War es die von jugendlich ungestümer Energie getragene Produktion, die vielleicht noch völlig unberührt ist von den kruden Gesetzmässigkeiten der Kunstszene? Oder ist es die etwas naive und unbedarfte Arbeit, die dafür ganz frisch daher kommt. Ist die Arbeit noch etwas ungelenk, technisch nicht gemeistert oder medial ungeklärt. Lassen sich die späteren Themen des/ der Kunstschaffenden schon darin erkennen, oder steht noch etwas ganz Anderes im Mittelpunkt des Interesses?

Markus Weiss und Sandi Paucic baten Kunstschaffendefür den K3 Project Space in Zürich ausgewählte „Werke vor dem Werk“ zur Verfügung zu stellen. Dabei geht es den Organisatoren keinesfalls um die Pseudo-Entdeckung oder Zurschaustellung von bisher unbekannten Frühwerken, sondern um die behutsame Befragung des Phänomens des Frühwerks, das den Weg zum heute bekannten ‚Hauptwerk‘ erfolgreicher Künstler überhaupt erst bahnte.

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What was the first artistic step towards creation, the early enthusiasm which would influence the decision to become an artist? Markus Weiss and Sandi Paucic have invited a number of established swiss artists to present early works which were made prior to the works they are best known for today. The result is a sensitive questioning of the phenomenon of early works from succesful artists, works which have paved the way to the artists contemporary position.